Beim Texas Hold'em bildest du aus deinen zwei Handkarten und den fünf Gemeinschaftskarten die beste 5-Karten-Hand. Die folgende Rangfolge gilt von oben (am stärksten) nach unten. Die golden umrandeten Karten markieren jeweils das entscheidende Blatt.
10, Bube, Dame, König und Ass – alle in derselben Farbe. Das seltenste und unschlagbare Blatt im Poker.
Chance 1 : 649.740Fünf aufeinanderfolgende Karten in derselben Farbe. Nur ein höherer Straight Flush oder Royal Flush schlägt ihn.
Chance 1 : 72.193Vier Karten desselben Werts. Die fünfte Karte (Kicker) entscheidet nur bei exakt gleichem Vierling.
Chance 1 : 4.164Ein Drilling und ein Paar zusammen. Bei Gleichstand zählt zuerst der höhere Drilling, dann das Paar.
Chance 1 : 693Fünf Karten derselben Farbe – nicht in Reihenfolge. Bei Gleichstand entscheidet die höchste Karte des Flushes.
Chance 1 : 508Fünf aufeinanderfolgende Karten in gemischten Farben. Das Ass kann oben (10–A) oder unten (A–5) stehen.
Chance 1 : 254Drei Karten desselben Werts, dazu zwei beliebige Beikarten. Höherer Drilling gewinnt, danach die Kicker.
Chance 1 : 46Zwei verschiedene Paare plus eine Beikarte. Zuerst zählt das höhere Paar, dann das zweite, dann der Kicker.
Chance 1 : 20Zwei Karten desselben Werts und drei Beikarten. Bei gleichem Paar entscheiden die Kicker der Reihe nach.
Chance 1 : 1,37Kein Blatt getroffen – es zählt die höchste einzelne Karte. Bei Gleichstand entscheidet die nächsthöhere.
Chance 1 : 1 (50,1 %)Kicker & Gleichstand
Pokerblätter lernen: So merkst du dir die Rangfolge
Die Reihenfolge der zehn Blätter folgt einer einfachen Regel: Je schwerer ein Blatt zufällig zu treffen ist, desto stärker ist es. Deshalb steht der Royal Flush ganz oben – er ist genau eine bestimmte Kombination aus fünf Karten – und die höchste Karte ganz unten, weil sie in mehr als der Hälfte aller Hände einfach das Ergebnis ausbleibender Treffer ist. Wer die Reihenfolge einmal verinnerlicht hat, kann sie in jeder Situation von oben nach unten durchgehen: Königliche Straße, Straight Flush, Vierling, Full House, Flush, Straße, Drilling, Zwei Paare, Ein Paar, Höchste Karte.
Beim Texas Hold'em spielst du nicht die beste Kombination, die du halten kannst, sondern die beste aus sieben Karten: deinen zwei Handkarten und den fünf Gemeinschaftskarten. Genau deshalb gewinnt so oft das Board – liegen auf dem Tisch etwa vier Karten zu einem Flush, hat jeder Spieler diesen Flush, und es entscheidet die Kicker-Karte. Die beste Fünf-Karten-Auswahl darf dabei jede beliebige Mischung aus Hand- und Gemeinschaftskarten sein; du musst nicht beide Handkarten verwenden.
Ein häufiges Missverständnis: Die Farbe einer Karte (Herz, Karo, Pik, Kreuz) hat für die Blattstärke keine Bedeutung – außer als Merkmal des Flushes selbst. Zwei gleich hohe Straßen teilen den Pot unabhängig von den Farben, und eine „höhere Farbe" gibt es nicht. Verglichen werden immer nur die Ränge der Karten, in der Reihenfolge, die die Blattart vorgibt.
Die Wahrscheinlichkeiten rechts sind Richtwerte für die Verteilung in einer Fünf-Karten-Hand; im Texas Hold'em mit sieben Karten liegen die Trefferchancen höher, die Rangfolge der Blätter bleibt aber identisch. Wenn du die Theorie in der Praxis ausprobieren willst, spielst du auf der öffentlichen Poker-Infoseite eine Runde – kostenlos mit Spielwährung und ohne Echtgeld.